Schmerzgeplagte müssen sich nicht unbedingt ein striktes Bewegungsverbot auferlegen. Im Gegenteil: Schonung ist vor allem wichtig bei Verletzungen. Andere Beschwerden hingegen lassen sich mit sportlicher Bewegung sogar lindern. Vor allem gegen Rückenschmerzen lässt sich mit Sport viel tun. Wichtig ist jedoch, die richtige Sportart zu wählen – und bei chronischen Schmerzen vorab den behandelnden Arzt zu konsultieren, um Überlastungen zu vermeiden.

Langsam anfangen

In vielen Fällen sind Rückenschmerzen die Folge von Muskelverspannungen oder von Funktionsstörungen. Die richtigen Ansprechpartner zur Behandlung dieser Probleme sind Orthopäden. Und mit diesen sollten Betroffene auch die Möglichkeit zur Bekämpfung der Schmerzen mit gezielten Sportübungen abklären. Denn den Körper bei Rückenschmerzen in eine permanente Schonhaltung zu versetzen, verstärkt häufig das Problem. Beim Einsatz sportlicher Bewegung gegen derartige Leiden gilt jedoch immer: Langsam anfangen – und die Intensität peu á peu steigern. Beginnen kann man dabei zum Beispiel schon mit abendlichen Spaziergängen, um den Körper überhaupt wieder an bestimmte Bewegungsabläufe zu gewöhnen. Besonders empfehlenswert für Schmerzpatienten sind Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren. Auch Nordic Walking, Skilanglauf sowie dehnende und kräftigende Gymnastikübungen sind gut geeignet zur Bekämpfung von Rückenproblemen. Wichtig ist, eine gewisse Regelmäßigkeit zu schaffen, so dass der Körper in ständig wiederkehrenden Intervallen durch Sport gestärkt wird.

Doch die körperliche Komponente ist nur ein Teil der Bedeutung sportlicher Aktivitäten für die Schmerzbekämpfung. Denn da viele Formen chronischer Schmerzen durch Stressfaktoren wie Job oder Haushalt noch verstärkt werden, ist Sport auch als psychologischer Ausgleich wichtig. Er führt dazu, dass sich Verspannungen lösen und der Kopf frei wird. Auch die positive Selbstwahrnehmung, die durch sportliche Betätigung gefördert wird, ist wichtig: Durch körpereigene Belohnungssysteme mittels Hormonen und Botenstoffen wird ebenfalls etwas gegen die Schmerzwahrnehmung getan.

Vorsicht bei Nervenschmerzen

Schmerzhafte Beschwerden im Rücken oder sogar bis hinab in die Beine können allerdings nicht nur orthopädische Ursachen haben, sondern auf Nervenschädigungen hindeuten. So weisen heftige Schmerzen, die vom Gesäß her ausstrahlen, in vielen Fällen beispielsweise auf Probleme mit dem Ischiasnerv hin, wie das Fachportal nervenschmerz-ratgeber.de darstellt. In einem solchen Fall können sportliche Anstrengungen sogar zur Verschlimmerung der Beschwerden führen, denn bei starken Belastungen werden eingeklemmte oder entzündete Nerven noch stärker gereizt und beschädigt. Allein aus diesem Grund ist es wichtig, vor dem Sport genau abzuklären, wo die Ursachen für die eigenen Schmerzen liegen.

Sport eignet sich bei vielen Beschwerden hervorragend als Therapie. Durch körperliche Anstrengung werden Verspannungen gelockert, schwache Muskeln gestärkt und positive psychologische Effekte erzielt. Doch vor dem Einstieg ins sportliche Therapieprogramm sollten Betroffene unbedingt genau feststellen lassen, welche Ursachen ihre Schmerzen haben – um beispielsweise Nervenschädigungen nicht durch Sport zu verschlimmern.

Mit freundlicher Unterstützung von nervenschmerz-ratgeber.de

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