Die Mobilisation

Unter mobilisieren versteht man zum einen “ein Gelenk, ein Körperteil (wieder) beweglich zu machen” und zum anderen “jemanden durch Bewegungstherapie o. Ä. wieder bewegungsfähig zu machen” (vgl. Duden). Mit dieser Definition im Hinterkopf erkennt man wie wichtig eine Mobilisation bzw. eine Vorbereitung auf die Hauptübung des Trainings ist.  Wir sprechen bei der Mobilisation von der Vorbereitung des Bewegungsmusters für die Hauptübung. Durch die allgemeine Bewegung wird die Durchblutung gefördert, der Muskel wird besser mit Nährstoffen versorgt und Verspannungen werden gelöst. Hierzu gehören insbesondere auch das “ausrollen” der Faszien mit dem Foam-Roller. Dies sollte ein immer wiederkehrender Bestandteil jeder Mobilisation sein. Ferner wird durch die Mobilisation die  Produktion der Gelenkflüssigkeit angeregt und somit das Gelenk auf höhere Belastungen vorbereitet. Die Wahrnehmung für Funktion und Bewegungsrichtung des Körpers wird geschärft. Der Geist kommt zur Ruhe und die Konzentration auf das eigentliche Training wird deutlich verbessert. Nach Verletzungen hilft eine frühzeitige Mobilisation dabei, falsche Bewegungsmuster und Schonhaltungen zu durchbrechen und deutlich schneller zu genesen. Auch können Schmerzen der Muskulatur und Einschränkungen der Beweglichkeit oft schon vor dem Training erkannt werden. Im speziellen werden dann Übungen zur Mobilisation der unterschiedlichen Körperteile in Form von komplexen Bewegungen durchgeführt. Wobei auch hier die Leitsätze des Athletiktrainings ihre Gültigkeit haben, d.h. es werden meist komplexe und unilaterale Bewegungen geschult.
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Abb. 1. Foam-Roller (Vgl. http://www.healthandcare.co.uk/user/grid_oxy.jpg)

Kleine Rolle, große Wirkung – Faszientraining

“Faszie” bedeutet Band bzw. Bündel. Faszien umspannen alle Muskeln, Bänder, Sehnen sowie die „eigentlichen Faszien” in der Gestalt von flächigen, festen Bindegewebsschichten. Dieses körperweite Netzwerk hält den Körper sozusagen als Ganzes zusammen. Es schützt den Körper und wirkt bei Bewegungen wie ein elastischer Stoßdämpfer. Durch intensives Training oder eine länger andauernde Ruhigstellung werden die Fazisen dehydriert. Die Folge: Sie sind nicht mehr so elastisch und verkleben – und damit ist der Körper verletzungsanfälliger. Mithilfe eines Foam-Rollers wird die Durchblutung der Muskeln angeregt, es kommt zu einer schnelleren Regeneration und Muskelverspannungen lösen sich.

http://www.team-andro.com/david-wallis-foam-roller-bedienungsanleitung.html

Abb. 2. Faszien (Vgl.http://www.team-andro.com/david-wallis-foam-roller-bedienungsanleitung.html)

 

Durch Hilfe des Foam-Rollers sollen  Verklebungen und Verspannungen in der Muskulatur gelockert und aufgelöst werden. Ferne sollen Triggerpunkte beseitigt werden. Triggerpunkte sind tastbare verhärtete Stellen in der Muskulatur, die auf Druck schmerzhaft reagieren. Diese vereinzelten Muskelfaser/-bündel stehen unter Dauerkontraktion, somit entsteht eine lokale pathologische (krankhafte) Veränderung des Muskeltonus. Die Triggerpunkte sind bis heute noch nicht ausreichend untersucht worden aber es wird angenommen das durch eine Kontraktur einzelner Muskelfasern, d.h. durch eine Aktivierung des Aktin-Myosin-Systems, ohne Erregung durch die neuromuskulären Endplatte, diese schmerzhaften Druckpunkte aufrechterhalten werden (vgl. ebd.)

Wie benutzt man einen Foam-Roller?

In folgendem Video werden fünf Übungen zur Anwendung eines Foam-Rollers dargestellt.

Spezielle Mobilisation

In den nächsten Posts werde ich auf spezielle Bereich des Körpers eingehen und Möglichkeiten einer effektiven Mobilisation aufzeigen. Des Weiteren werde ich für die Hauptübungen wie z.b. der Kniebeuge ein mögliches Mobilisationsprogramm aufzeigen.

 

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