Sieben Wundermittel gegen Erkältungen

Im Folgenden möchten wir sieben Wundermittel gegen Erkältungen für die kommenden nassen, schmuddeligen Herbsttage vorstellen. Unsere Tipps gegen die Erkältungsfront erscheinen dem ein oder anderen eventuell etwas eklig, sie sind aber absolut effektiv. Sie entstammen aus dem Yoga und der Ayurveda („Wissen vom Leben“), eine traditionelle indische Heilkunst. Im Yoga gibt es die sogenannten Kriyas (Reinigungsübungen). Wir gehen nur auf die Kriyas ein, die gegen Erkältungen helfen, nämlich Neti und Jihva Dhauti. Die Tipps aus der Ayurveda basieren auf den klassischen Schriften, „Ashtanga Hridaya Samhita“, ca. 500 n. Chr., und sind von Vagbhata verfasst. Im Speziellen geht es um die Dinacharya, dies ist die tägliche Morgenroutine. Die Morgenroutine gehört zu den Eckpfeilern der ayurvedischen Gesundheitsempfehlungen und ist eine der wichtigsten Maßnahmen der Ayurveda. Mit dem täglichen Morgenprogramm können wir den Körper reinigen und den Geist erfrischen.

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Tipp 1 –  Stoffwechsel ankurbeln

Unser erster Tipp entstammt der Morgenroutine der Ayurveda. Trinkt man direkt nach dem Aufstehen zwei bis drei Gläser warmes Wasser, so wird die Verdauung und Ausscheidung angeregt. Mit der Ausscheidung der Malas (Urin und Stuhl) wird der ganze Energie- und Bewegungsfluss im Körper aktiviert, die Körperkanäle (Srotas) öffnen sich, und die natürlichen Stoffwechselfunktionen (zum Beispiel die Ausscheidung von Säuren und Toxinen) werden unterstützt. Ein weiterer sehr einfach umsetzbarer Tipp aus der Ayurveda ist das morgendliche Trinken von warmem Zitronenwasser. Man trinkt es unmittelbar nach dem Aufstehen. Zu dem Zeitpunkt ist der Organismus noch in der Ausleitungs- und Entgiftungsphase und noch nicht annähernd für die Nahrungsaufnahme bereit. Das Trinken von warmem Zitronenwasser entschlackt somit den Organismus, säubert ihn, regt die Verdauung und Ausscheidung an und versorgt diesen gleichzeitig mit Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Für das warme Zitronenwasser erwärmt man ein gutes Wasser (gefiltertes Wasser oder kohlensäurefreies Quellwasser) und gibt pro Glas Wasser den Saft einer halben Zitrone hinzu.

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Tipp 2 – Schaben der Zunge

Nachdem der Körper von seinen Abfallprodukten (Malas) befreit wurde, kann mit der Mundhygiene begonnen werden. Seinen Ursprung hat der nächste Tipp im Yoga und nennt sich dort Jihva Dhauti (die Reinigung der Zunge). Über Nacht lagern sich auf der Zunge u.a. Abfall- und Giftstoffe der Nahrung auf der Oberfläche ab, was man morgens als weißlichen Belag sehen kann. Diese Bakterien können auch der Grund für Mundgeruch sein. Das Schaben der Zunge kann also maßgeblich dazu beitragen, die Erkältung abzukürzen und auch zukünftige Bakterien-Attacken abzuwehren. Zuerst wird die Zunge von überschüssigen Belägen befreit. Dazu verwendet man einen kleinen Löffel oder speziellen Zungenschaber (diesen gibt es für 1 Euro im Drogeriemarkt), mit dem die Zunge mehrfach vom hinteren Gaumenbereich bis zur Zungenspitze sanft abgeschabt wird. Die Zungenreinigung verleiht dem gesamten Mundraum Frische, verhütet Mundgeruch und befreit die Zunge von ihren Belägen. Eine regelmäßige Reinigung unterstützt den gesamten Verdauungs-und Ausscheidungsprozess.

 

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Tipp 3 – Nasenspülung

Ebenso aus dem Yoga stammt Neti (die Nasenspülung). Dafür gibt es formschöne Keramikkännchen in Yoga-Läden oder die etwas größere Plastikversion aus der Drogerie oder Apotheke. Beide machen das gleiche, sie reinigen, mit leicht gesalzenem, lauwarmen Wasser, die Nasenkanäle und die Nebenhöhlen. Lauwarmes Wasser in den Behälter füllen und Salz dazu. Es gibt bereits abgepacktes Salz in der Drogerie zu kaufen. Das lauwarme Salzwasser durchspült die Nasenschleimhaut und verbessert sogar die Sinneswahrnehmung. Die Erkältungsdauer reduziert sich merklich. Auch bei Problemen mit Allergien, Heuschnupfen oder Staub hat, kann die regelmäßige Nasenspülung dabei helfen.

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 Tipp 4 – Augen reinigen

Die Augen am Morgen mit kaltem Wasser ausspülen. Damit verschwinden die Bakterien, die sich in der Nacht dort angesammelt haben. Ebenso wirkt es erfrischend und mobilisiert den Körper und Geist.

 

Tipp 5 – “Good-Morning-Workout”

Das morgendliche Training sollte aus Yoga-, Dehn- und/oder Korrekturübungen bestehen. Dieses erste und kurze Training sollte ein Ritual sein, welches die Produktivität über den Tag hinweg verbessert. Wenn man Bücher über erfolgreiche Sportler und Menschen liest, so führen diese jeden Morgen ihr kurzes Training durch. Das morgendliche Training mobilisiert den Körper, aktiviert die Blutzirkulation und bewegt den Körper. Normalerweise lag man die ganze Nacht im Bett, sitzt beim Frühstück, sitzt im Auto oder Zug, sitzt auf der Arbeit. Mit nur 5 Minuten kann man den Körper mobilisieren. Am besten mit Übungen mit einem großen Bewegungsumfang.

Mögliches morgendliches Trainingsprogramm:

Oberkörper
10x Schulterrotation
10x „Prayer Stretch“
10x „Crab walk rocks“

Unterkörper
10x Fußgelenkmobilisierung
10x Hüftrotation
10x Gestrecktes Bein anheben
10x Hüftstreckung10 „Cat/Camel“

Diese Übungen dauern keine 7 Minuten und steigern die Bewegungsqualität, Mobilität und Stabilität. Darüber hinaus bereiten sie den Körper und Geist auf den Tag vor.

Tipp 6 – Ingwer

Ein typisch ayurvedisches Getränk mit hervorragenden Auswirkungen auf die Gesundheit ist der Ingwer Tee. Dazu werden einfach zwei bis drei Scheibchen Ingwer oder auch frisch geriebener Ingwer mit 200 ml Wasser aufgekocht und dann mit dem Saft von ½ Zitrone und nach Wunsch mit einem Löffel Honig versehen. Vom Ingwertee trinkt man zwei bis drei Tassen pro Tag. Ingwer gilt als sehr starke Heilpflanze. Da er so gut entzündungshemmend wirkt, wird er auch bei sämtlichen entzündlichen Problemen eingesetzt, wie z. B. Arthritis und Colitis ulcerosa (chronisch entzündliche Darmerkrankung). Gleichzeitig soll Ingwer schmerzlindernd wirken. Zusätzlich verbessert Ingwer die Verdauung – sowohl von Fett als auch von Proteinen. Er kann daher prima bei Völlegefühlen nach dem Essen getrunken werden. Bei Übelkeit (auch bei Schwangerschaftsübelkeit) kann Ingwer wahre Wunder bewirken. Darüber hinaus ist der Ingwer gegen Krebs genauso im Einsatz wie zur Blutverdünnung, sprich Thromboseprophylaxe. Unser sechster Tipp aus dem Ayurveda ist also ein wirklich starkes Naturheilmittel, das so oft wie möglich genutzt werden sollte.

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Tipp 7 – Hände waschen

Mehrmals täglich Hände waschen ist sehr effektiv – wenn man es richtig macht. Am besten wäscht man die Hände mehrmals täglich mit Seife. Dabei die Hände eine halbe Minute lang einseifen, auch zwischen den Fingern. “Desinfektionsmittel sind meist nicht nötig”, sagt Friedemann Schmidt, designierter Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Die Auslöser von Erkältungen sind Viren. Sie werden übertragen über Gegenstände, die von mehreren Menschen berührt werden, etwa Türgriffe oder Treppengeländer. Händewaschen unterbricht diesen Infektionsweg. Die Hände sollten das Gesicht außerdem möglichst wenig berühren, um die Viren von Mund, Nase und Augen fern zu halten. Wer niesen muss und kein Taschentuch griffbereit hat, sollte in seinen Ärmel oder Schal niesen, aber nicht in die Hände. So vermeidet man, andere anzustecken. Abhärten kann man sich überdies mit äußerlichen Wasseranwendungen. Kalt-warme Wechselduschen kosten Überwindung, regen aber die Abwehrkräfte an. Den Schluss bildet immer ein kalter Guss, denn er löst die wichtige Erwärmungsreaktion aus. Wer davor zurückschreckt, sich von Kopf bis Fuß kalt-warm zu duschen, kann sich auf die Arme oder Unterschenkel beschränken.

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Das Athletiktraining Berlin Team wünscht eine erkältungsfreien Herbst!